Unsere Einsatzgebiete: Wo jede Sekunde zählt
Die BRH Rettungshundestaffel Barnim e.V. ist stets bereit, wenn Not am Mann ist. Egal wann, egal wo, zu jeder Zeit sind wir im Einsatz, um Menschenleben zu retten. Unsere Teams sind spezialisiert auf verschiedenste Suchszenarien und stellen sicher, dass wir in jedem Gelände und jeder Situation effektiv Hilfe leisten können. Begleiten Sie uns, während wir Ihnen einen Einblick in unsere lebensrettende Arbeit geben.

Flächensuche
Die Flächensuche ist eine zentrale Einsatzart der Rettungshundestaffel. Dabei suchen Rettungshunde gemeinsam mit ihren Hundeführern große, unübersichtliche Gebiete nach vermissten Personen ab. Typische Einsatzorte sind Wälder, Felder oder weitläufige Parkanlagen.
Ein Flächensuchhund arbeitet überwiegend frei und selbstständig und nutzt seinen ausgeprägten Geruchssinn, um menschliche Witterung aufzunehmen. Wenn der Hund eine Person findet, zeigt er dies seinem Hundeführer meist durch Verbellen an der Person, Bringseln oder Freiverweis an.
Rettungshunde können je nach Gelände und Windverhältnissen mehrere Hektar Fläche in kurzer Zeit absuchen und sind damit deutlich schneller als menschliche Suchtrupps. Die Ausbildung eines Flächensuchhundes dauert in der Regel anderthalb bis drei Jahre und umfasst neben der Nasenarbeit auch Gehorsam und Geländegängigkeit.
Flächensuchteams werden häufig bei vermissten Personen, orientierungslosen Menschen, Kindern oder Senioren eingesetzt und leisten einen wichtigen Beitrag zur schnellen und erfolgreichen Personensuche.

Trümmersuche
Die Trümmersuche ist eine spezialisierte Einsatzart und wird vor allem nach Gebäudeeinstürzen oder anderen Katastrophen eingesetzt. Dabei suchen speziell ausgebildete Rettungshunde in Trümmerfeldern nach verschütteten oder eingeschlossenen noch lebenden Personen. Typische Einsatzszenarien sind beispielsweise eingestürzte Häuser nach Explosionen, Erdbeben oder anderen schweren Unglücken.
Die Hunde arbeiten weitgehend selbstständig und bewegen sich sicher über instabile Trümmer, Betonplatten und enge Hohlräume. Mit ihrem ausgeprägten Geruchssinn können sie menschliche Witterung auch dann wahrnehmen, wenn sich Personen mehrere Meter unter Schutt und Geröll befinden. Sobald ein Hund eine Person lokalisiert hat, zeigt er dies seinem Hundeführer durch anhaltendes Verbellen an der Fundstelle an.
Die Ausbildung eines Trümmersuchhundes dauert in der Regel zwei bis drei Jahre und umfasst neben der Nasenarbeit auch Gehorsam, Geschicklichkeit auf Trümmern, Teamarbeit mit dem Hundeführer sowie Umwelt- und Geräuschgewöhnung. Trümmersuchteams trainieren regelmäßig in speziellen Übungsgeländen, um auf reale Einsätze vorbereitet zu sein.

Mantrailing
Mantrailing ist eine spezielle Suchmethode, bei der Hunde gezielt der individuellen Geruchsspur einer bestimmten Person folgen. Dabei nutzt der Hund den sogenannten Individualgeruch, den jeder Mensch ständig über Hautschuppen und Geruchspartikel an die Umgebung abgibt.
Zu Beginn der Suche erhält der Hund einen Geruchsträger, zum Beispiel ein getragenes Kleidungsstück, ein Taschentuch oder einen anderen Gegenstand der vermissten Person. Anhand dieses Geruchs nimmt der Hund die Spur auf und verfolgt diese ausdauernd. Im Gegensatz zum Flächenhund arbeitet der Mantrailer an der Leine.
Mantrailer können Spuren über lange Distanzen verfolgen und sind sogar in der Lage, Geruchsspuren durch Städte, belebte Straßen oder Gebäude zu verfolgen. Selbst Spuren, die bereits mehrere Stunden oder Tage alt sind, können unter guten Bedingungen noch abgesucht werden.
Die Ausbildung eines Mantrailing-Teams dauert meist zwei bis drei Jahre und erfordert intensive Zusammenarbeit zwischen Hund und Hundeführer. Mantrailer werden häufig bei der Suche nach vermissten Personen, Kindern, Senioren oder orientierungslosen Menschen eingesetzt und sind ein wichtiger Bestandteil der Personensuche.
Wasserortung
Die Wasserortung mit Rettungshunden ist eine spezialisierte Einsatzart innerhalb unserer Rettungshundestaffel. Dabei werden speziell ausgebildete Hunde eingesetzt, um leblose Personen im Wasser zu lokalisieren. Häufig kommt diese Suchmethode bei Einsätzen in Seen, Flüssen, Kanälen oder Hafenanlagen zum Einsatz.
Die Hunde arbeiten meist von einem Boot aus, manchmal auch vom Ufer. Sie nutzen ihren Geruchssinn, um kleinste Geruchspartikel wahrzunehmen, die von einer unter Wasser befindlichen Person aufsteigen und an die Wasseroberfläche gelangen. Wind, Strömung und Wassertemperatur können dabei beeinflussen, wie sich diese Geruchspartikel verteilen.
Sobald der Hund eine mögliche Geruchsstelle wahrnimmt, zeigt er diese seinem Hundeführer individuell an. Dabei kommt es sehr auf den Hundeführer drauf an, die Körpersprache seines Hundes gut lesen zu können. An der angezeigten Position können anschließend Taucher oder andere Rettungskräfte gezielt eingesetzt werden, um das Gebiet genauer zu überprüfen.
Die Ausbildung eines Wasserortungshundes dauert in der Regel mehrere Jahre und umfasst neben der Geruchssuche auch Gewöhnung an Boote, Wasserbewegungen und verschiedene Umwelteinflüsse. Wasserortungshunde sind eine wertvolle Unterstützung für Einsatzkräfte, da sie große Wasserflächen schneller eingrenzen können und so helfen, Suchmaßnahmen effektiver zu gestalten.